Figureskating-online.com
Interviews Reports Photos      

Europameisterschaften im Vorfeld von Olympia

Die Europameisterschaften im Eiskunstlaufen sind nach 2012 zurück in Sheffield. 136 Teilnehmer aus 36 Nationen kämpfen um die Titel im Eiskunstlauf und Eistanz. Die vier aktuellen Europameister wollen ihre Tiel verteidigen: Niina Petrokina (EST), Lukas Britschgi (SUI), Minerva Hase & Nikita Volodin (GER) and Charène Guignard & Marco Fabbri (ITA).


Die Georgier Anastasiia Metelkina and Luka Berulava führen nach dem Kurzprogramm

Sie schlugen das deutsche Paar Minerva Hase und Nikita Volodin knapp. Auf Bronzekurs liegt das ungarische Paar Maria Pavlova und Alexei Sviatchenko.

Metelkina-Berulava bekamen fast durchgehend Level 4 Bewertungen für ihr Kurzprogramm. Nur für ihren dreifachen Wurf-Flip bekamen sie Abzüge. Sie erhielten insgesamt  75,96 Punkte. 

"Im Großen und Ganzen sind wir mit unserem Lauf zufrieden,” sagte Metelkina. „Es war kein schlechte Leistung, wenn man bedenkt, dass wir erst gestern Abend angekommen sind,” sagte Berulava. “Das Visabüro war über die Feiertage geschlossen. Daher konnten wir das Visum erst am Dienstagmorgen abholen, danach unsere Flugtickets erhalten und sind später hier angekommen.”


Hase-Volodin  zeigten in ihrem Tango-Kurzprogramm einen hohen dreifachgen Twist, dreifachen Wurf-Rittberger und  eine schwierige Hebung. Aber nicht alles gelang. So war Hases Anlauf zum Salschow nicht schwungvoll genug. Sie musste mit der Hand aufs Eis. Die drittplatzierten des Grand-Prix-Finals erhielten für ihr Kurzprogramm 74,81 Punkte. 

„Mit einigen Teilen des Programms bin ich zufrieden. Zum Beispiel haben wir beim Twist Level vier erreicht“, analysierte Hase. „Beim dreifachen Salchow gab es einen kleinen Fehler und die Drehung war nicht synchron. Wir berührten die Bande vor dem Rittberger, aber zum Glück wurde der Wurf dadurch nicht beeinträchtigt," fuhr Sie fort. „Im Kurzprogramm kann man nicht gewinnen, aber verlieren“, fügte Volodin hinzu.
„Morgen in der Kür wollen wir unsere beste Leistung zeigen, hohe Levels zeigen und dem Publikum unsere Emotionen vermitteln.“


Pavlova-Sviatchenko liefen zum “Earth Song”.  Sie erzielten eine neue persönliche Bestleistung von 73,32 Punkten. Nach ihrem vierten Platz im letzten Jahr hoffen sie nun auf einen Podiumsplatz.


Das zweite deutsche Paar Annika Hocke und Robert Kunkel belegte mit 65,47 Punkten den vierten Platz. Nach dem schwierigen letzten Jahr waren sie mit ihrer Leistung zufrieden. "Wir können noch Details verbessern. Wichtig ist, dass wir wieder Spaß am Laufen haben," sagte Hocke. 



Niina Petrokina sichert sich im Kurprogramm in Sheffield Platz eins. 

Die amtierende Europameisterin Niina Petrokina aus Estland zeigte Nervenstärke und führt nach einem Frauen-Kurzprogramm mit vielen fehlerhaften Leistungen mit persönlicher Bestleistung deutlich vor der Belgierin Nina Pinzarrone und Anna Pezzetta aus Italien. Einige Favoriten wie Anastasiia Gubanova aus Georgien patzten hatten das Nachsehen. 

Petrokina verpasste die ISU Grand Prix-Serie aufgrund einer Fußverletzung. Die estnische Meisterin zeigte nach extrem kurzer Vorbereitung ein makelloses Kurzprogramm zu „Criminal Tango“. Sie zeigte eine dreifach Lutz - dreifach Toeloop-Kombination, einen dreifachen Flip sowie schwierige Pirouetten, eine beeindruckende Fußarbeit und knackte mit 70,61 Punkten erstmals die 70-Punkte-Marke.


"Endlich habe ich 70 Punkte erreicht! Das war mein Saisonziel," sagte Petrokina. "Nach nur zwei Wochen Vorbereitungszeit bin ich total froh hier laufen zu können, Ich bin wirklich glücklich und stolz auf mein Team, weil wir so gut und hart gearbeitet haben," fügte sie hinzu. 
"Am Freitag hoffe ich, eine fehlerfreie Kür zu zeigen. Es wird etwas schwieriger, denn es ist die Kür und ich muss noch drei Sprünge mehr mit dem rechten Bein machen (das verletzt war)."

Auch Pinzzarone feierte in Sheffield ihr Comeback nach komplizierter Fußverletzung. Sie zeigte einen Doppelaxel, einen dreifachen Rittberger und exzellente Pirouetten. Für ihre solide Leistung erzielte sie mit 64,97 Punkten eine Saisonbestleistung.

"Ich bin wirklich froh, hier zu sein. Ich war lange verletzt und meine Vorbereitung war nicht optimal, weil ich lange nicht auf dem Eis war. Ich bin einfach nur glücklich, am Wettkampf teilzunehmen und bin recht zufrieden mit dem Verlauf des Tages," sagte Pizzarone. "Es ist auch einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich nach einer langen Pause trotz nicht optimaler Vorbereitung immer noch ganz oben mitspielen kann," fügte sie an. 

Zu „Exercises in Free Love“ zeigte Pezzetta einen dreifachen Flip und einen doppelten Axel, erhielt jedoch Abzüge für ihre dreifach Lutz-dreifachen Toeloop-Kombination. Sie erhielt 64,85 Punkte und erreichte  zum ersten Mal bei einer ISU-Meisterschaft eine Platzierung unter den ersten drei.

"Ich fühle mich super, aber ich weiß, ich hätte noch besser laufen können. So ist es nun mal, ich akzeptiere es und werde in der Kür besser sein," sagte Pezetta. "Wir haben intensiv mit meinem Choreografen an der gesamten Kür gearbeitet, besonders an den Übergängen, um mich anzupassen und meine Sprünge sicher landen zu können. Ich wollte unbedingt zeigen, was ich in den letzten zwei Wochen trainiert habe," fügte sie an. 

Auf den Plätzen vier und fünf nach dem Kurzprogramm liegen noch aussichtsreich Lara Naki Gutmann aus Italien und Loena Hendrickx aus Belgien.  Hendrickx, die Europameisterin von 2024 stürzte beim Flip, liegt aber noch in Schlagdistanz zum Podium. 

Bereits abgeschlagen ist die georgische Mitfavoritin Anastasiia Gubanova, die Europameisterin von 2023. Sie stürzte beim Lutz und belegt aktuell Platz 11. 


Nika Egadze setzt sich im Kurzprogramm in Sheffield durch

Nika Egadze aus Georgien gewinnt das bis zum Schluss spannende Kurzprogramm der Männer bei den Europameisterschaften. Er führt vor dem starken estnischen Brüderpaar Aleksandr und Mihhail Selevko. Die Italiener Matteo Rizzo und Daniel Grassl sowie der Schweizer Lukas Britschgi liegen auf Schlagdistanz dahinter. 

Egadze zeigte einen vierfach-dreifachen Salchow, einen vierfachen Toeloop und einen dreifachen Axel. Er erhielt für seine Topleistung zu einem georgischen Walzer 91,28 Punkte. 

 "Ich bin insgesamt zufrieden. Es gab ein paar kleinere Unvollkommenheiten. Mein Axel war nicht perfekt und es gab kleine Probleme bei den Pirouetten und der Schrittfolge. Aber ich bin für die Kür sehr positiv gestimmt," sagte Egadze. 
"Benoit (Richaud, Choreograph) hat mit mir heute nach dem Training gearbeitet. Das hat mir sehr geholfen," ergänzte er. 

Aleksandr Selevko liegt vor der Kür knapp vor seinem jüngeren Bruder Mihhail. Er zeigte einen vierfachen Toeloop, eine dreifach Lutz-dreifach Toeloop Kombination, einen dreifachen Axel und spektakuläre Schritte.

"Ich fühle mich richtig gut und denke, auch wenn es nicht das perfekte Kurzprogramm war habe ich ich habe einen guten Job gemacht. Der Druck war hoch, weil die Europameisterschaften Teil der Olympiaqualifikation sind. Diese Saison habe ich hart daran gearbeitet Choreografie und Sprünge auf hohem Niveau zeigen zu können. Ich bin sehr zufrieden mit meiner starken Leistung," sagte Selevko.

Mihhail Sellevko läuft die zweite Saison sein Programm zu “The Sounds of Nightmares” und “Mephisto's Lullaby”. Er stand seine vierfach-dreifach Toeloop Kombination und den dreifachen Axel: Er erzielte eine neue persönliche Bestleistung von 88,28 Punkten. 

"Die Pause seit den (estnischen) Meisterschaften hat mir gutgetan. Mein Ziel für diesen Wettbewerb war es, es locker anzugehen und Spaß zu haben. Im Programm konnte ich meine Nervosität ablegen", sagte Selevko. 

Lehrgeld zahlen musste der Deutsche Meister Genrikh Gartung. Er erreichte knapp die Kür als 24. des Kurzprogramms. 

"Ich bin sehr enttäuscht. Ich bin mit einem guten Gefühl aufs Eis gegangen. Der Sturz im Axel hat mich rausgebracht. So etwas passiert manchmal. Ich hoffe nächstes Jahr besser abzuschneiden," sagte Gartung.

 

Die Georgier Anastasiia Metelkina und Luka Berulava holen das erste Gold in Sheffield

Historisches schafften Anastasiia Metelkina und Luka Berulava. Sie sind die ersten Paarlauf Europameister aus Georgien. Nach Silber und Bronze komplettierten sie damit ihren Medalliensatz bei Europameisterschaften. Sie gehören damit zum Kreis der Medallienaspiranten in Mailand. 
Auf den zweiten Platz verwiesen sie die letztjährigen deutschen Europameister Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin. Dritter wurde das ungarische Paar Maria Pavlova und Alexei Sviatchenko.

Metelkina und Berulava zeigten in ihrer Kür zu „Keeping Me Alive" einen starken dreifachen Twist, eine dreifach Salchow-Doppelaxel-Doppelaxel-Kombination sowie tolle Hebungen. Lediglich ihr Sturz beim Toeloop brachte sie kurz ins straucheln. Sie gewannen die Kür mit 139,80 Punkten und sicherten sich mit 215,76 Punkten den Gesamtsieg.

"Wir hatten Silber und Bronze und jetzt haben wir Gold. Es ist unglaublich," kommentierte Berulava. Zu ihren olympischen Hoffungen sagte Metelkina "Die Olympischen Spiele sind uns sehr wichtig. Ich werde nicht aufhören, bis ich die olympische Goldmedaille gewonnen habe."

Zu fehlerhaft war die Kür der Deutschen Meister Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin. Sie patzten bei der Sprungkombination, beim Wurf-Rittberger und bei der letzten Hebung. Mit 129,06 Punkten für die Kür waren sie noch gut bedient und blieben in der Gesamtwertung mit 203,87 Punkten auf dem zweiten Platz.

"Es war von Anfang an etwas wackelig. Und dann ein unglücklicher Fehler beim Wurf und einer in der Hebung, der normalerweise nie passiert. Aber wir haben bis zum Schluss gekämpft, alles gegeben und sind schließlich Zweiter geworden, worüber wir uns sehr freuen," sagte Hase.

Das ungarische Paar Maria Pavlova und Alexei Sviatchenko kam fast fehlerfrei durch ihr Programm zu „Without You“. Sie wurden zweiter in der Kür und sicherten sich mit 202,56 Punkten die Bronzemedaille, die sie letztes Jahr noch verpassten. 

"Wir fühlen uns unglaublich glücklich über die Medaille, für uns und für unser Land. Sie bedeutet uns sehr viel," sagte Pavlova.  

Die deutschen Vizemeister Annika Hocke und Robert Kunkel, zeigten nach dem schwierigen letzten Jahr eine inspirierende Darbietung zu „I’d Do Anything For Love“ und belegten mit 188,27 Punkten den vierten Platz.

"Wir freuen uns, endlich gute Leistungen bei den Europameisterschaften gezeigt zu haben. Es hat uns riesigen Spaß gemacht.  Die Stimmung im Publikum war von Anfang bis Ende fantastisch. Wir haben uns im Vergleich zum letzten Wettkampf deutlich gesteigert. Wir sind erleichtert, zu den Olympischen Spielen zu fahren und sie richtig genießen zu können", sagte Hocke.

Spannung im Eistanz nach dem Rhythmus Tanz 

Das neu formierte kanadisch-französische Eistanz-Paar Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron gewann den Rhytmus-Tanz bei den Europameisterschaften 2026. Knapp dahinter liegen die Lokalmatadoren Lilah Fear und Lewis Gibson gefolgt von den Titelverteidigern Charlène Guignard und Marco Fabbriaus Italien. 

Fournier Beaudry-Cizeron starten zum ersten Mal als Paar bei einer Eiskunstlauf Europameisterschaft. Sie brachten eine neu einstudierte Hebung mit nach Sheffield und bestachen mit exzellenten Schritten. Sie interpretierten die Musik der 90er aus der Sicht der Preisrichter am besten und erhielten für ihren Rhythmustanz 86,93 Punkte.

"Wir haben nach Weihnachten eine neue Hebung einstudiert und die Schritte optimiert um mehr Punkte zu erhalten", sgte Cizeron. "Es war wenig Zeit zum Training. Wir sind zufrieden, dass wir das Programm zeigen konnten", fuhr er fort. „Die Punktzahl ist etwas niedriger als bei unserem letzten internationalen Wettbewerb“, kommentierte Fournier Beaudry. „Dieses Ausrufezeichen (in der Choreografie) hat viele Punkte gekostet. Es gibt einige Details, die wir bis zum nächsten Wettbewerb korrigieren werden, und wir sind sehr zuversichtlich, dass dies nicht wieder vorkommt.“

Angefeuert vom heimischen Publikum tanze das britische Paar Lilah Fear und Lewis Gibson im Union Jack zur Musik der Spice Girls. Mit tollen Twizzles und einer Level-4-Wertung für die Pattern-Dance-Schrittfolge erzielten sie ihre Saisonbestleistung von 85,47 Punkten.

Fear sagte "es war elektrisierend da draußen. Wir haben versucht, die Balance zu finden zwischen der Atmosphäre der Zuschauer und der Konzentration auf unsere Aufgabe. Ich habe das Gefühl, dass uns das gut gelungen ist und uns davon mitreißen lassen konnten".  
Gibson stimmte zu: „Wir wollten diese Gelegenheit einfach nur genießen. Es kommt nicht oft vor, dass man als Eiskunstläufer eine Heim-Europameisterschaft hat, also haben wir alles genossen und sind sehr stolz auf unsere heutige Leistung."

Die dreimaligen Europameister und Titelverteidiger Charlène Guignard und Marco Fabbri aus Italien liefen zu einem Backstreet Boys Medley. Sie zeigten sich mit koplexen Schrittfolgenen und tollen Hebungen verbessert und erreichten eine Saionbestleistung von 84,48 Punkten.  

"Direkt nach Lilah und Lewis zu laufen war nicht einfach. Wir haben versucht, uns auf unsere Kür zu konzentrieren, und ich denke, wir haben ein sehr energiegeladenes Programm gezeigt. Wir sind zufrieden mit unserer Leistung,“ kommentierte Fabbri. "2012 war unsere erste Europameisterschaft. Schon dabei zu sein war etwas Außergewöhnliches," ergänzete er. 

Mit einer persönlichen Bestleistung von 83,03 Punkten liegt das littausche Paar Allison Reed & Saulius Ambrulevicius vor der Kür nur knapp hinter den Podiumsplätzen. 

Das junge deutsche Paar Charise Matthaei und Max Liebers musste kurzfristigt für die erkrankten Deutschen Meister Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan einspringen. Sie erhielten für ihren gelungenen Rhythmustanz 63,49 und erreichten als 17. ertmals den Kürtanz bei einer Europameisterschaft. 

"Wir bekamen am Dienstagnachmittag einen Anruf und waren erstmal eine halbe Stunde überwältigt," sagte Liebers zur kurzfristigen Nachnominierung. Zur Erreichung des Kürfinals fügte er an "das bedeutet uns sehr viel, es ist ein Meilenstein für uns."


Niina Petrokina verteigt ihren Titel souverän

Die gerade erst von einer Verletzung zurückgekommene Estin Niina Petrokina bewies Nervenstärke und wiederholte ihren Sieg bei den Europameisterschaften in Sheffield mit großem Vorsprung.  Noch zweite wurde Loena Hendrickx aus Belgien vor der überglücklichen Lara Naki Gutmann, die erstmals bei einem Großereignis für Italien auf dem Podium stand. 

Petrokina lief zu "Dune", stand 7 Dreifachsprünge und erhielt für ihre Pirouetten und Schritte Level 4 Bewertungen. Sie erzielte mit 145,53 Punkten eine persönliche Bestleistung und holte sich mit insgesamt 216,14 Punkten erneut die Goldmedaille.


„Während des gesamten Programms habe ich versucht, mich voll zu konzentrieren und zu vergessen, dass es die Europameisterschaften sind. Ich habe es einfach als ein weiteres Training betrachtet“, erzählte die 21-Jährige. "Dieses Mal bin ich hierhergekommen, um zu gewinnen und erneut zu zeigen, dass ich es kann. Mein zweiter Titel gibt mir viel mehr Kraft für die Olympischen Spiele."

Loena Hendrickx errang mit ihrem leidenschaftlichen Flamenco immerhin noch die Silbermedallie. Sie Europameisterin von 2024 zeigte 4 Dreifachsprünge und erhielt für ihre Kür 127,92. Sie verbesserte sich in der Gesamtwertung mit 191,26 Punkten von Platz fünf auf Platz zwei.

"Ich war erleichtert zu wissen, dass ich noch eine Chance hatte, zu meinem alten Leistungsniveau zurückzufinden“, sagte Hendrickx, die die vergangene Saison aufgrund einer Knöcheloperation nicht an Wettkämpfen teilnehmen konnte. "Ich hoffe, meine Form wird (bei den Olympischen Spielen) besser sein als hier,“ fügte Hendrickx hinzu. „Ich werde genauso hart arbeiten wie für dieses Ziel. Es ist etwas ganz Besonderes, zu meinen dritten Olympischen Spielen zu fahren, und ich möchte es genießen."

Überglücklich war Lara Naki Gutmann über ihre Bronzemedaille. Mit ihrem originellem Programm zur Musik aus „Der weiße Hai" begeisterte sie das Publikum. Die italienische Meisterin verbesserte sich in der Gesamtwertung mit 186,87 Punkten auf den dritten Platz und gewann damit ihre erste ISU-Meisterschaftsmedaille.

"Ich wusste, dass ich diese Chance hatte, also wollte ich sie unbedingt nutzen," sagte Gutmann. "Ich habe bis zum Schluss gekämpft, die Dreifach-Dreifach-Kombination im zweiten Teil habe ich geschafft, das war ziemlich gut." „Das Publikum war fantastisch“, sagte Gutmann auf der Pressekonferenz nach dem Wettkampf. „Ich fand es super, dass sie so viele Haie geworfen haben. Das ist immer toll, und ich liebe es.“ 
„Mein Team und ich werden in den nächsten Wochen intensiv arbeiten. Ich muss diesen Wettkampf erst einmal verarbeiten“, sagte die Italienerin zu ihrem Start in Mailand. 

Die zweifache EM-Bronzemedaillengewinnerin Nina Pinzarrone aus Belgien fiel von Platz zwei auf Platz vier zurück. Die Georgierin Anastasiia Gubanova hingegen verbesserte sich noch von Platz elf auf Platz fünf. Gubanova zeigte mit ihrem emotionalen Programm zu „Ghost“ die zweitbeste Kür. Ihr Abstand zum Prodium war nach dem Kurzprogramm aber bereits zu groß. 


Nika Egadze feiert historischen Triumph bei den Männern

Nika Egadze holt das zweite Gold für Georgien bei den Europameisterschaften in Sheffield und krönt sich zum ersten georgischen Europameister.