Favoriten führen bei der Deutschen Meisterschaft

 

Berlin – Mit Aljona Savchenko/Robin Szolkowy, Peter Liebers, Nathalie Weinzierl und Nelli Zhiganshina/Alexander Gazsi haben zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf die Favoriten die Führung übernommen.

 

Savchenko/Szolkowy begeisterten am Samstag das Publikum im Erika-Hess-Eisstadion mit ihrem romantischen Kurzprogramm zu „When Winter Comes“. Die vierfachen Weltmeister zeigten einen hohen dreifachen Wurfflip, einen dreifachen Wurflutz und erhielten einen Level vier für die Hebung, die Todesspirale und die Schrittfolge. Allerdings sprang  Szolkowy den Toeloop nur doppelt. Die Chemnitzer liegen mit 76,29 Punkten klar in Führung vor Mari Vartmann/Aaron van Cleave (Berlin/60,42 Punkten) und Maylin Wende/Daniel Wende (Oberstdorf/59,96 Punkte).

„Wir geben überall 100 Prozent, versuchen es in jedem Fall, auch wenn es nach der Reise nach Japan schwer fällt“,  sagte Savchenko. „Ich bin sauer auf mich. Es war zu viel gewollt“, meinte Szolkowy zu seinem Fehler. „Morgen habe ich nochmal die Chance.“

Vartmann/van Cleave gelangen ein dreifacher Wurflutz, dreifacher Wurfsalchow und drei Elemente mit Level vier, er stürzte jedoch beim Toeloop. Der Einzelsprung war auch das Problem für Maylin Wende, sie riss den Toeloop auf. Die anderen Elemente einschließlich des Wurfflip und des doppelten Wurflutzes waren jedoch sehr gut. Dabei war zunächst unklar, ob das von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Ehepaar überhaupt würde an den Start gehen können.

 

Liebers riskierte einen vierfachen Toeloop in seinem Programm zu „Clocks“ by Coldplay, aber überdrehte. Die vorgesehene Sprungkombination machte er daher kurzentschlossen mit dem dreifachen Lutz später im Programm. Außerdem stand er einen dreifachen Axel. Der Berliner erzielte 81,76 Punkte. „Der Vierfache kommt, er war da, wenn auch nicht ganz sauber“, kommentierte der Bundeswehrsoldat zufrieden. „Punktemäßig hatte ich vor, die 80 zu knacken. Es waren noch ein paar Fehler drin.“ Wie Savchenko/Szolkowy war Liebers hier in Wedding vor zehn Jahren das erste Mal bei der Deutschen Meisterschaft in der Meisterklasse am Start.

 

Weinzierl lieferte eine fehlerfreie Kurzkür zu „Fever“ inklusive dreifach Toeloop-doppel Toeloop, dreifach Lutz und Doppel-Axel ab. Die Mannheimerin erreichte 60,83 Punkte. „Von den Punkten und vom Laufen her bin ich eigentlich zufrieden, aber ich ärgere mich, dass ich nicht dreifach-dreifache springen konnte. Im Training und im Einlaufen ging das noch gut, aber jetzt war ich beim ersten (Toeloop) zu sehr auf der Zacke gelandet und dachte, ich springe besser schön doppelt“, erklärte die 19-Jährige. Sandy Hoffmann aus Dresden zeigte ebenfalls ein Programm ohne Fehler und landete mit dreifachem Salchow und dreifach Rittberger-doppel Toeloop auf Rang zwei (58,43 Punkte) vor der in Toronto lebenden Jennifer Parker (Oberstdorf/48,50 Punkte). Titelverteidigerin Sarah Hecken (Mannheim) stürzte beim Doppel-Axel und liegt zunächst auf Platz vier mit 47,56 Zählern.

 

Zhiganshina/Gazsi glänzten mit ihrem flotten Kurztanz zu „Le Jazz Hot“ und ergatterten einen Level vier für die Twizzles und die Rotationshebung.  Das Paar aus Oberstdorf bekam 62,25 Punkte. „Das war eine der besten Leistungen der Saison“, stellte Zhiganshina fest. „“Punktemäßig war das ganz oben, wir sind sehr gut gelaufen“, ergänzte Gazsi. Seit ihrem Grand Prix in Paris haben die vierfachen Deutschen Meister besonders viel an der Kür gefeilt und einige Änderungen vorgenommen. „Am Sonntag feiert unsere veränderte Kür Premiere“, kündigte Gazsi an.

Tanja Kolbe/Stefano Caruso aus Berlin kamen auf den zweiten Platz mit 57,41 Zählern. Auch sie machten keinen Fehler in ihrem Foxtrot und Quickstep zu „New York, New York“ und „Borsalino“. 

 

Team Berlin 1 zeigte ein rockiges Kurzprogramm zu Muisk von AC/DC und gewannen mit 65,41 Punkten vor den Skating Graces aus Sachsen (50,90 Punkte). Bei den Junioren führt das Team Berlin Juniors mit 42,43 Punkten vor den Starlets aus Bayern (29,87 Punkte).

 

Die Deutschen Meisterschaften gehen am Sonntag ab 12 Uhr mittags mit den Küren weiter.

Zurück